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13.03.2010 Von: ACT

Bollywood Musiker gehen auf die Barrikaden

Was als harmlose Diskussion darüber begann, auf welche Art und Weise die in Indien herrschenden Urheberschutzrechte erneuert und ergänzt werden müssen, führt nun zu hitzigen Auseinandersetzungen zwischen Bollywood Schauspielern und Produzenten einerseits und Songtextern, Komponisten und Sängern andererseits. Und mittendrin sind Stars wir Aamir Khan, Vidhu Vinod Chopra, Sonu Niigaam und Javed Akhtar.


Diskussion um Urheberrechte

Javed Akhtar

Sonu Niigaam

Aamir Khan trat kürzlich aus dem von der Regierung gebildeten 10-köpfigen Komitee zur Neuerung der Urheberschutzrechte, welchem unter anderem auch Javed Akhtar, Mukesh Bhatt, Vishal Bharadwaj und Bhushan Kumar beisitzen aus, nachdem er sich ein heftiges Wortgefecht mit Javed Akhtar lieferte. Während des Treffens des Komitees behauptete Aamir Khan, dass Songtexter  nicht wirklich viel dazu beitragen, dass ein Song erfolgreich wird oder nicht, sondern ein Song nur allein dadurch, dass er im Film durch einen Schauspieler performt wird, ein Hit wird. Diese Äußerung liess Indiens bekanntester und erfolgreichster Lyriker Javed Akhtar nicht auf sich sitzen und fragte Aamir: "Ihr erster grosser Song war 'Papa Kehte Hain'. Machte er Sie zum Star oder haben Sie dazu beigetragen, dass der Song ein Hit wird?".

Der indischen Presse gegenüber äusserte sich Javed Akhtar zu dem Vorfall wie folgt: "Es war nicht nur Aamir. Sie alle waren gegen uns. Die Produzenten und Musikfirmen haben uns bisher immer gezwungen, sämtliche Rechte abzutreten. Das Kabinet will dies nun ändern, aber Produzenten, oftmals von Schauspielern geleitet, versuchen dies zu verhindern. Wir leben nicht im Feudal-Zeitalter - wir haben auch Rechte. Und die Produzenten müssen das verstehen. Alle Songtexter und Musiker stehen auf meiner Seite und wir kämpfen gemeinsam dafür."

Wem gehören die Songs?

Sonu Niigaam, Bollywoods erfolgreichster Playback-Sänger fragt: "Wenn Ihr 'Chura Liya Hai Tumne' oder "Mehbooba' oder was auch immer hört; denkt ihr dann an die Songtexter, Komponisten und Sänger oder an die Produzenten? Und wessen Song ist es überhaupt?" und führt fort: "Überall in der Welt gibt es Gesellschaften zur Wahrung der Musikrechte, welche die den Songtextern und Komponisten zustehenden Tantiemen einfordert und sammelt. Ich spreche nicht von mir. Aber Songtexter und Komponisten sind nicht nur auf ein entsprechendes Entgeld angewiesen - sie verdienen es auch!"

Momentan stellt sich die Situation so dar, dass die gesamten Gewinne, die ein Song einspielt, an die Produzenten und Musikfirmen geht. Lyriker und Komponisten gehen leer aus. Daher verlangen die Musiker vereint, dass die Gewinne gerecht verteilt werden sollen.

Sonu Niigaam ist enttäuscht von Aamir Khan

Sonu Niigaam zeigt sich wütend über die Aussage, die Aamir Khan getroffen hat: "Mein Lieblingsschauspieler, den ich immer als meinen älteren spirituellen Bruder angesehen habe und der bisher dafür bekannt war, immer fair zu sein, meinte selbst einmal hinter vorgehaltener Hand 'gib ihnen nur 1%'. Was für eine tolle Aussage! Von meinem Lieblingsschauspieler."

Ob die hitzigen Diskussionen zum gewünschten Wandel und mehr Gerechtigkeit bezüglich der Urheberrechte und Verteilung der Tantiemen führt, wird die Zukunft zeigen und hängt auch stark davon ab, ob sich die gesamte Musikszene als geschlossene Einheit gegen die momentan vorherrschenden Gegebenheiten stellt.

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