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22.05.2009 Von: Elfrun Maaz

Indienreise 2009 Teil XIV - Bollywood Studios und Mannat

Wegen der Terroranschläge November 2008 in Mumbai fällt es mir heute nicht leicht den Reisebericht zu schreiben. Denn wir haben vor diesem Hotel „Taj Mahal“ gestanden, wir haben in diesem Cafe gesessen und Kaffee getrunken, wir waren erschüttert, haben die Berichte Tagelang im TV verfolgt und können es nicht verstehen, dass es Menschen gibt, die Unschuldige einfach in den Tod schicken. Aber wir lassen uns unsere Liebe zu Indien und eben auch zu Mumbai von Terroristen nicht nehmen und werden sicher 2010 wieder nach Indien reisen.


Hotel "Taj Mahal" in Mumbai

Aber nun zu unserem Reisebericht für den Tag 16:
Als wir morgens aus dem Fenster sahen fielen uns zuerst die grauen Bäume auf, die vor unserem Hotel standen. Es hatte die letzte Zeit (monatelang) nicht geregnet und der Sand vom nahe liegenden Meer hat sein übriges dazu beigetragen. Wir sind überzeugt wenn es regnen würde, wären auch diese Bäume grün und würden dann natürlich viel schöner aussehen. Es war ein wunderschöner warmer Tag.

Nach dem Frühstück sind wir losgegangen, um uns ein Taxi zu suchen. Wir brauchten nicht lange zu suchen, nicht weit vom Hotel standen einige Taxis wie sicherlich vor jedem Hotel in dem sich Touristen befinden. Wir entschieden uns für einen weißen BMW,  natürlich mit Klimaanlage - ein unbedingtes Muss. Hier gleich noch einen Tipp. Man sollte, bevor man ein Taxi mietet, über den Preis verhandeln, damit man hinterher keine unangenehme Überraschung erlebt. Wir verhandelten und sollten für den ganzen Tag 800 Rupien bezahlen, das sind ungefähr 12 Euro. Auf keinen Fall beim Antritt der Reise bezahlen, sondern erst wenn man aussteigt. Also dann rein ins Taxi und unsere Stadtbesichtigung begann. Unser Taxifahrer zeigte uns viele Sehenswürdigkeiten vom Mumbai. Diese kann man gar nicht alle erwähnen; es würde viele Seiten brauchen. Aber am Hotel „Taj Mahal“ hielt der Fahrer an und wir stiegen aus. Das Gebäude ist wirklich sehr schön und man kann es gar nicht richtig beschreiben, man muss es sich einfach ansehen. Dieses stattliche Hotel mit seiner roten Kuppel wurde 1903 von Jamshedji Tata erbaut. Angeblich soll er den Auftrag zu diesem Hotel gegeben haben, nachdem ihm der Zutritt zum „Watsons Hotel“ (nur für Weiße) verwehrt worden war. Das „Taj Mahal“ ist heute noch eins der elegantesten Hotels Asiens.

Hinterher sahen wir uns das „Gateway of India“ noch einmal an, dieses befindet sich gleich neben dem Hotel „Taj Mahal“. Es ist das wohl berühmteste Wahrzeichen Indiens. Es wurde zum Andenken an den Besuch des Königs Georg dem 5. und Königin Mary  (1911) errichtet. Allerdings sahen diese beiden Hoheiten damals eine aus Pappe bemahlte Attrappe , denn das Gateway of India wurde erst 1924 fertig gestellt.


Der  Versuch die „Bollywood-Studios“ zu besuchen


Auf unsere Frage, wo wir nun noch hinwollen haben wir dem Fahrer erklärt, dass wir unbedingt einmal die Bollywood-Studios sehen möchten. Also ist er mit uns dorthin gefahren. Die Fahrt dauerte eine ganze Weile (ca. 2 Stunden), die Studios liegen ziemlich weit außerhalb von Mumbai. Und bei dem Verkehr haben wir gestaunt, dass die  Fahrt nicht noch länger gedauert hat. Auf dieser Tour bekamen wir noch sehr viel zu sehen. Große breite Straßen, (manchmal vom Verkehr total verstopft), herrliche Bauten, elendige Hütten, viele schöne Geschäfte, und Märkte - eben  alles was eine jede große Metropole  in Asien zu bieten hat.

Manchmal fuhr das Auto sehr langsam und der Taxifahrer zeigte uns besonders markante Sehenswürdigkeiten von Mumbai. Nachdem wir das Zentrum von Mumbai verlassen hatten kamen wir durch Gegend die weniger besiedelt war, rechts und links sahen wir einige Gebäude die aussahen wie Filmkulissen. Der Taxifahrer erklärte uns, dass es wirklich schon Filmkulissen sind. Also konnte es nicht mehr sehr weit sein.  Dann endlich kamen wir an ein riesiges großes Tor. Dahinter befand sich eines von mehreren Filmstudios Bollywoods. Wir stiegen aus und der Taxifahrer fuhr weg, hinterher erklärte er uns, dass er dort nicht parken durfte wegen der Sicherheit.  Wir sahen, dass gerade eine Kulisse für einen neuen Film  aufgestellt wurde. Man baute Scheinwerfer auf, viele Statisten mit traditioneller Kleidung, Frauen mit Saris in den schönsten Farben und Männer mit Schalvanis waren zu sehen. Es sah so aus, als wolle man gerade etwas über das „Holi-Fest“ drehen. Als wir nämlich zum Eingang gingen, kam eine Frau mit bunter Farbe auf uns zu und wollte uns damit bemalen. Sie hat bestimmt gedacht, wir gehören zu den Statisten. Von den Sicherheitsleuten wurde sie aber daran gehindert. Wir wären gern in die Studios gegangen, aber wurden leider nicht hineingelassen. Man fragte uns nach einer Empfehlung oder irgendeinem anderen Schreiben, Umschlag  usw. Da wir keines vorweisen konnten, durften wir nur von draußen zuschauen.


Wo wohnt  der  „King of Bollywood“


Wo geht es jetzt hin, fragte unser Taxifahrer, nachdem er uns wieder abgeholt hatte. Die einzige  richtige Antwort lautete natürlich zur „Villa Manat“ bitte. Als Bollywood-Fan wollen wir natürlich wissen wo  SRK wohnt. Er lächelte und fuhr los. Wir erklärten ihm während der Fahrt, dass wir beide Bollywood-Fans und natürlich SRK Fans sind. Jetzt lachte er sogar. Wir fuhren fast den gleichen Weg wieder zurück. Zuerst haben wir uns gedacht, er fährt uns bestimmt zum Hotel zurück, was er aber nicht getan hat. Er hielt dann irgendwann an. Es war eine ganz normale Strasse, auf der rechten Seite sah man eine  Mauer, dahinter befand sich der Strand und das Meer, auf der linken Seite befand sich eine noch größere, aber total hässliche graue Mauer mit einem total hässlichen Holztor, es war wirklich grässlich anzusehen, würde man mal kurz pusten wäre dieses Tor sicherlich umgefallen.

Nein hier wollten wir nicht aussteigen. Aber der Taxifahrer erklärte uns mehrmals, dass hier die „Villa Manat“ ist, in der SRK ja wohnt. Wir wollten das nicht so recht glauben, sind aber trotzdem ausgestiegen und über die Straße gegangen. In einem sehr kleinen Häuschen mit einem noch kleineren Fenster saßen Polizisten. Daneben war ein kleines graues Messingschild auf dem stand wirklich „Villa Manat“. Wir sprachen dann mit den Sicherheitsmann, erzählten ihm, woher wir kommen usw, Er sagte uns dann, dass SRK hier wirklich wohnt, aber das er sich zur Zeit in Delhi befindet. Wir waren ein wenig enttäuscht. Hinterher erfuhren wir aber von unserem Hotelmanager das SRK immer zum „Holi-Fest“ nach Delhi fährt, denn wenn Fans wissen, dass er beim Holi daheim ist, werfen sie solange Farben an die Mauer bis SRK  zu ihnen kommt um mitzufeiern.

Wir hatten vor Antritt unserer Reise einen Brief an SRK  geschrieben, um ein Autogramm gebeten und auch geschrieben, wann wir in Mumbai sind. Schade wieder kein Autogramm, haben wir gedacht. Als wir das den Polizisten erzählten, telefonierten diese, es kam dann jemand aus dem Haus, bestellte uns Grüße von SRK und gab jedem von uns beiden einen großen Briefumschlag. SRK hat sein eigenes Briefpapier mit Wasserzeichen usw. und der Adresse der „Villa Manat“.  Im Umschlag befand sich ein Foto mit Originalunterschrift von SRK. Inzwischen haben wir uns das Autogramm vergrößern lassen und es hat einen Ehrenplatz in meinem „Bollywood-Zimmer". Zwar hätten wir SRK selbst gern einmal die Hand gedrückt, und „Namaste“ gesagt, aber ein Autogramm ist doch auch schon etwas. Erst jetzt viel uns auf, wenn wir zuerst zur „Villa Manat“ gefahren wären, dann hätten wir ja eine Empfehlung gehabt, und vielleicht hätten wir dann auch die Möglichkeit gehabt, einen Blick in die Studios zu werfen.  Na vielleicht klappt es 2010.

Jetzt öffnete sich das Holztor, und wir konnten einen Blick hinter das Tor wenden, ja jetzt glaubten wir das hier der „King“ wohnt.  Es war Zeit zum Hotel zurückzukehren. Um  9.00 Uhr sind wir losgefahren und gegen 18.00 Uhr waren wir wieder im Hotel. Und das alles für nur 800 Rupien und einer langen Stadtrundfahrt.

Text/Foto: Elfrun Maaz

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